Jugendtörn 2002

Bericht von Heinz-Peter Falck, dem Skipper des Jugendtörns 20.07.-27.07.2002

Am Samstag, dem 21. Juli haben wir die Heide-Witzka in Greifswald gefunden und übernommen. Da in Greifswald-Wieck ein Hafenfest für diesen Tag angesetzt war, haben wir nicht dorthin verholt, sondern die Zeit zum Grillen in den wunderbaren Grillhäuschen auf dem Gelände des Yachtzentrums genutzt und den Abend bei einem Feuerwerk ausklingen lassen.

Da die historische Brücke in Wieck am Sonntag nur um 8, 9 oder 13 Uhr aufmachte, war frühes Aufstehen angesagt. Als Ziel hatte ich Peenemünde ausgesucht. Während der ruhigen Überfahrt (zuerst schwachwindig, später 3-4) bat mich die Crew, das Ziel nach Kröslin zu verlegen, da Ihnen die Beschreibung des von mir ausgesuchten Hafens nicht gefiel (zu klein). Unter Anblick eines aufziehenden Gewitters sind wir dann in Kröslin eingelaufen und der Regen erwischte uns beim dem Festmachen.
Am Montag mussten wir einen Hafentag einlegen, da der Wetterbericht für diesen Tag W6 zunehmend 8 mit Gewitterböen vorhersagte.

Für Dienstag sagte das Wetter 5-6 (abnehmend) voraus, und wir haben uns auf den Weg nach Saßnitz gemacht. Die üppige See (1-1,5 m) sorgte bei der Crew zwar für den ein oder anderen vorzeitigen Essensverlust aber nicht desto trotz hat sie die Überfahrt verkraftet.

Den Mittwoch haben wir mit einer Kreidefelsentour per Touristendampfer (8 EUR, 1,5 Stunden und sehr zu empfehlen) und der Stadtbesichtigung von Saßnitz verbracht. Die Stadt selbst ist zwar zu empfehlen, aber dass die Duschen hier 2 EUR kosten sollten, halte ich für nicht akzeptabel.

Am Donnerstag war mal wieder Segeln angesagt. Bei westlichen Winden um 5 ging es zurück nach Greifswald. Da ich am nächsten Tag noch einmal raus wollte, haben wir in Wieck festgemacht. Hier liegt man für 7 EUR sehr ruhig und beschaulich. Dank der guten westlichen Winde um 4 habe ich für Freitag einen Übungstag angesetzt. Bis auf das Anlegemanöver abends in Greifswald haben die Jugendlichen sämtliche Manöver am Ruder selber durchführen müssen. Ablegen, Wenden, Halsen, Am-Wind-Kurse, Vor-Wind-Kurse waren alles Manöver, die die Jugendlichen ruhig und besonnen am Ruder über sich ergehen ließen.

Am Samstag, dem 27. Juli haben wir dann nach einer hervorragenden Groß-Reinemachen-Aktion die Heide-Witzka an unsere nachfolgende Crew übergeben.
Mit Ausnahme von zwei Defekten an den Rettungswesten (1x wegen beschädigter Tablette) ist zu den bekannten Problemen auf der Heide-Witzka kein weiterer Schaden hinzugekommen.

Ich möchte bei diesem Törn besonders Sonja danken, die den ganzen Törn im Vorwege hervorragend organisiert hat. Außerdem möchte ich ein Lob an unsere Jugendlichen aussprechen, die die ganze Woche über toll mitgemacht haben.

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