Sizilien

Eine kleine Gruppe von Seglern aus der Segelkameradschaft Buchholz (von der SKB Dietrich Umland, Dr. Rudi Krause, Andre Fiebing, Heinz Falck, Peter Falck und Jürgen Pastorino; als Gäste: Alexandra Petrulat, Jürgens Kinder Fabian und Ines) hatte sich Anfang Mai 2003 aufgemacht, die Gewässer um Sizilien zu erkunden.


Nach einem ruhigem Flug, einer ersten Nacht an Bord dann am nächsten morgen eine Enttäuschung, aus einem wolkenverhangenen Himmel regnete es, genau wie zu hause. Nachdem die Schiffsübergabe und der Einkauf von Lebensmitteln erledigt waren, segelten wir zur Insel Lipari und verbrachten eine ruhige Nacht. Unser nächstes Ziel, die Vulkaninsel Stromboli erreichten wir gegen Mittag.

Nach dem der Anker gefallen war, schwammen die Mutigsten unter uns an Land. Wir staunten über die wahrhaft majestätische Ansicht, die diese über 900 Meter hohe Vulkaninsel bietet. Weiter ging unser Törn, mittlerweile bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Festland, das nach Sonnenuntergang erreicht werden sollte. Der vom Navigator angepeilte Hafen durfte jedoch nicht angelaufen werden, darum nahmen wir Kurs auf einen Industriehafen. Nach einigem Hin und Her machten wir zwischen einem Feuerwehrboot und einem Polizeiboot fest, nachdem unser spanisch sprechender Navigator für kurze Zeit entführt worden war.

Fröhlich gestimmt setzten wir am nächsten Morgen Segel, in Richtung Strasse von Messina. Widrige Umstände, ein Hafen zu klein, ein anderer zu voll, zwangen uns, Reggio Calabria anzulaufen. Der Hit in diesem Hafen sind die Duschen, die aus nicht ganz durchlässigem Plexiglas direkt auf dem Molenkopf stehen. Abends dann die Überraschung, direkt neben den Duschen das rote Molenfeuer, duschen unter der roten Laterne, wo gibt es so etwas sonst? Weiter ging es am nächsten Tag in Richtung Catania. Ein kleiner Hafen kurz vor unserem Ziel lockte uns an, denn hier sollte vor vielen Jahren der Riese Polyphem dem flüchtenden Odysseus einige Felsbrocken hinterher geschleudert haben und richtig, massive Basaltblöcke liegen vor der Hafeneinfahrt.

Am nächsten Tag erreichten wir Catania, eine Stadt, voller fröhlicher Menschen und buntem Treiben, vor allem der Markt hatte es uns angetan, deutsche Aufsichtsämter wären sicher verzweifelt an der für Italien typischen Ordnung, vor allem bei Fleisch und Fisch. Eine Handvoll Segler aus Buchholz erlebten unter der Sonne Siziliens eine spannende Woche, sicherlich nicht die letzte.

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