Grünkohltour 2009

Von Elke Schmidt

Ein ehemaliger Kapitän, rote Schuhe und Buchweizenpfannkuchen – das gehörte zu den Höhepunkten der Grünkohltour der Segelkameradschaft nach Papenburg im Emsland.
Doch der Reihe nach!

 

Zunächst geht ein Dank an Heike Kruskopf, die zwei Tage voller Überraschungen für uns organisiert hat.

Wir trafen uns früh am Sonnabend, 28. Februar, am Buchholzer Bahnhof und fuhren mit dem Zug über Bremen nach Leer in Ostfriesland. Ankunft im Hotel »Aquamarin« in Papenburg um 11 Uhr. Die Besichtung der Meyer-Werft war für 15 Uhr angesagt und so hatten wir ausreichend Zeit, uns in Papenburg umzusehen. Dort probierten einige den Buchweizenpfannkuchen, den der Busfahrer so gelobt hatte. Na ja, es war Geschmacksache. Auf jeden Fall war Buchweizen nach Aussage des Busfahrers früher das Grundnahrungsmittel der Papenburger und es wurde in der Gegend bevorzugt angebaut. Etwas anderes gab der moorige Boden wohl nicht her. Außerdem sollen die Papenburger mit dem Pfannkuchen sogar ihre Sympathie ausgedrückt haben.
Bekam ein Gast einen schlecht gemachten Pfannkuchen, war er nicht willkommen. Nachmittags ging es dann zur MeyerWerft, ein Familienunternehmen in der sechsten Generation. Sie gehört zu den modernsten Werften weltweit. In den überdachten Baudockhallen werden Kreuzfahrtschiffe, Passagierschiffe, Fähren, Gastanker, Tiertransporter und Containerschiffe gefertigt. Zu den bekanntesten gehören die »AIDA«-Kreuzfahrtschiffe. Die letzte AIDA hatte erst vor gut einer Woche die Halle verlassen und sich durch Kanäle und Ems gedrängelt.
Albert Albers, der Gästeführer der Werft, informierte uns über 213 Jahre Firmengeschichte. Die Logistik einer so großen modernen Werft ist eine wahre Meisterleistung und hat viele tief beeindruckt. Nach der zweistündigen Führung ging es zurück ins Hotel zum Abendessen. Danach trafen wir uns in einem Papenburger Pub und erklärten den Abend für lustig.

Am Sonntag bei schönem Wetter wies Bosselmeister Conrad Meyer uns in den Volkssport der Ostfriesen ein. Die Regeln sind simpel und die Kugeln überraschend
Von Elke Schmidt leicht. Schwerer war es, die Getränke auf dem Bollerwagen zu vernichten. Ein Segelkamerad zeigte beim Bosseln erstaunliche Leistungen. War er durch seine roten Schuhe gedopt? Diese Frage ließ uns keine Ruhe. Schlusspunkt war das Grünkohl-Essen mit viel Pinkel. Danach waren Alle müde, satt und zufrieden. Und so ging’s zurück nach Buchholz.

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