28.11.2013 - 13.52 Uhr

Hallo Karlo,

5.ter Tag auf See.

Gestern abend haben wir aufgrund des Seegangs auf eine warme Mahlzeit verzichtet. Haben ja genügend andere Sachen an Bord. Letzte Nacht hatten wir den ersten "Zwergen-Squallie". Sind mit 2.tem Reff im Groß (ja, jetzt haben wir auch entdeckt, das nur die untere Segellatte fehlt) und den Passatsegeln an STb.-Seite  mit 8,3 Kn für ca. 30 min über die Welle gesurft. Natürlich alles in der Dunkelheit, war schon bemerkenswert. Es hat nicht einmal der sehr feine Regen gestört.

 

Wir waren nach der Wache pitschenass, aber zufrieden.

Leider ging der Wind dann Schlafen, wie auch 3/5 der Besatzung. Also raus mit den Reffs und versuchen zu weit zu segeln wir möglich.

Kurz vor 05.00 Uhr springende Delphine ca. 10 m an Backbord.

Um 05.00 Uhr war es dann soweit, alle Segel runter (sie müssen auch mal geschont werden) und die eisene Genua an. Hoffentlich reicht der Diesel...

Nach einem tollen Frühstück mit Rührei und Schinken, sind wir dann alle einmal zum Baden auf der Position 22° 52,5 N und 021° 58,1 W in den Atlantik gesprungen.

Was für ein Feeling. Marc hat gleich die Chance genutzt und hat den Rumpf abgetaucht. Ergebnis: alles i. O.

Kaum hatten wir wieder Fahrt aufgenommen rief Matthias das auf StB. voraus etwas im Wasser schwimmt. Also "Fahrt aus dem Schiff" und nachgeschaut. Und was kam uns da vor die Optik?

DSCF7594

Ja, Schildi die Schildkröte schwamm gemütlich an der Wasseroberfläche, stierte uns an und wir zurück. Schnell einen Film gemacht und ein paar Fotos geschossen und weiter ging es Richtung Südwesten.

Wenn jetzt noch der Wind wiederkommt sind alle wunschlos glücklich.

Bis morgen. Viele Grüße

Euer ARC Team

Anmerkung des Webmasters: Ein Squall ist eine plötzliche und meist kurzzeitige Zunahme der Windstärke, die durchaus Sturmstärke erreichen kann, eventuell auch Regen. Ein hinlänglich bekanntes Phänomen bei Atlantiküberquerungen, allerdings nicht tragisch, wenn man darauf vorbereitet ist und sich nicht überraschen lässt.

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